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Diamonds are a girl’s best friend

Frauen lieben Diamanten. Nur Diamanten? Sicher nicht. Aber ein Diamant zählt, im Vergleich zu anderen Edelsteinen, zu den langlebigsten. Doch wie kommt es dazu, dass sich dieser Stein von seinen Konkurrenten derartig abhebt? Wie entsteht überhaupt ein Diamant? Und wie kommt seine lange Haltbarkeit zustande?

Tief in der Erde

Diamanten gelten als kostbar. Doch vom Material her handelt es sich bei dem Edelstein ausschließlich um Kohlenstoff, der über viele Jahrzehnte in den Tiefen des Erdbodens gereift ist. Damit aus dem chemischen Element tatsächlich ein Diamant wird, muss der Kohlenstoff in tieferen Gesteinsschichten hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt sein. Nur unter diesen Voraussetzungen fügen sich die Kohlenstoffatome zu geordneten Kristallen zusammen. Diese Struktur ermöglicht die Entstehung von würfelartigen Diamanten, die jedoch auch als Oktaeder oder Dodekaeder auftreten können. Andere Formen sind darüber hinaus möglich.

Die Härte eines Diamanten

Das Besondere eines Diamanten ist seine Härte. Sie unterscheidet sich deutlich von allen anderen Mineralien und Gesteinen. Die Härte wird anhand des Ritzwiderstandes eines Materials gemessen, auch wenn Gemmologen das Verfahren als nicht eindeutig genug einstufen. Die Messung erfolgt anhand der Mohs-Skala. Diese gibt den Härtegrad eines Minerals mit einer Zahl von 1 bis 10 an, wobei 1 als weich und 10 als die härteste Stufe gilt. Zum Vergleich: Auf der Skala der Härteprüfung nach Mohs erreicht ein Diamant den Wert 10, Quarz die Stufe 7 und Talk 1. Aufgrund ihrer Härte sind Diamanten auch längst nicht nur Zierde am Hals schöner Frauen. Der Stein ist so stabil, dass er zu Bohrern verarbeitet wird. Und auch Sägen erhalten durch ihn erst ihre richtige Schärfe.

Erst Reinheit, Klarheit und Schliff sorgen für Kostbarkeit

Damit aus dem Mineralienmix in der Erde schließlich ein Diamant wird, ist nicht nur Zeit und Geduld erforderlich – erst ein paar handwerkliche Tätigkeiten veredeln den Stein. Der Schliff bringt einen Diamanten zum Strahlen und Funkeln und verleiht ihm seinen kostbaren Wert. Um den ursprünglichen Kohlenstoff zum Glänzen zu bringen, benötigt man härteste Materialien: Nur mit einem weiteren Diamanten oder mit Diamantstaub lässt sich der Stein bearbeiten. Anders ist kein Fine-Tuning möglich. Zudem würde sich wohl keine Frau einen ungeschliffenen Diamanten um den Hals hängen, denn seine Schönheit kommt erst im Zuge der Bearbeitung zum Vorschein: „Ein ungeschliffener Diamant ist etwa (so) ansehnlich wie ein Stück Seife“, sagte einst G. F. Herbert Smith, britischer Mineraloge und ehemaliger Mitarbeiter des British Museum of Natural History. Na, dann doch lieber einen Stein mit Feinschliff!

Autorin: Gabriele Wende

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