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Krabben – kein Luxus mehr, dennoch hoher Preis möglich

In 2017 erzielten Krabben Höchstpreise. Ein Krabbenbrötchen am Hamburger Hafen kostete damals über 10 Euro. Wahnsinn! Doch diese Zeiten sind inzwischen vorbei.

Der Preis für ein Kilogramm ungepulter Nordseekrabben liegt derzeit bei 12,90 Euro.

Die Fangquoten haben sich in 2018 deutlich erhöht. Im Vorjahr gab es nur vergleichsweise wenig Krabben, sodass die Krabbenfischer auch nur Wenige fangen konnten. Die Bestände haben sich in 2018 dank des warmen Sommer wieder erholt und das spiegelt sich auch in den Preisen wider. Krabbenbrötchen sind in 2018 also kein Luxus mehr.

Auf einem Brötchen landen maximal einhundert Gramm gepulter Nordseekrabben. Der Preis eines Krabbenbrötchens dürfte daher aktuell zwischen 4,50 bis 5 Euro liegen, was vollkommen human für ein belegtes und getoastetes Brötchen am Hafen ist. Doch es geht auch anders.

Krabbenfleisch als Delikatesse

Krabbenfleisch kann nämlich sehr sehr viel kosten. So ist etwa das Fleisch der Chatka Königskrabbe bedeutend teurer. Eine Dose mit 220 Gramm kostet fast 55 Euro!

Mit unseren kleinen süßen Krabben aus der Nordsee hat die Chatka Königskrabbe allerdings wenig zu tun. Nicht ohne Grund wird sie auch als Monsterkrabbe bezeichnet: Ihre Beinspanne liegt bei 1,80 Meter! Eigentlich gehört sie gar nicht zu den Krabben, sondern zu der Familie der Mittelmeerkrebse. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse. Sehr beliebt sind die Krabbenbeine; auf norwegischen Fischmärkten erzielen sie Preise von 100 Euro je Kilo.

Text: Gabriele Wende

Foto: pasta-with-shrimps-©gkrphoto-Fotolia.com