Category Archives: Wohnen

Elphilharmonie - eine exklusive Anschrift

The most expensive apartment sold in Hamburg

Living in Hamburg is becoming increasingly expensive. This is nothing new. An owner of a 400 square meter apartment in the Elbphilharmonie in Hamburg has now paid an absolute top price: over 10 million Euros. This apartment is not only an exclusive jewel in one of the most prestigious addresses in Hamburg, but also the most expensive apartment in the Hansestadt.

For this price, there is plenty of living space and a panoramic view from the 18th floor of the so called Elphi. Earlier, top floors of houses were once left to the servants, but today the top floors are for the upper crust. The good piece was sold by the broker firm Engel & Völkers. Currently, a few apartments in the new landmark are still free – and available for purchase. So if you have a few Euros left in your pocket, would like to have a particular exclusive look in the future and always wanted to live in an exceptional object, you should no longer hesitate. According to Engel & Völkers the possibility to live in an architecturally unique place of interest, is the special appeal of the apartments.

One thing, of course, should not be missing: an exclusive interior design. This is not included in the top price paid.

Ente

The down of the eider

They are soft; they are cuddly and incredibly warm: We talk about the down of the eider. But in addition to these three features, there is another characteristic: the feathers are incredibly expensive. A quilt from the down of the European eider costs around 3,000 Euros depending on size and quality. Top prices for eiderdowns reach the 10,000 Euro mark. But what makes the down so special?

Unlike conventional feathers of ducks or geese the eider down do not protect the duck from cold or wetness, they exclusively protect the brood. The European eider uses its special feathers to cushion its nest and protect its eggs against the icy cold in the prevailing breeding grounds in the regions of Scandinavia (Denmark, Iceland). The down provides excellent protection against climatic weather conditions such as cold winds and low temperatures, protecting the breed as well as the offspring. Especially in Iceland the collection of the down is very popular – not only for commercial reasons.

Despite its proud price, both the European eider and its feathers are visually rather unspectacular. It has a brownish colour and differs in size and structure from conventional down: it is larger, finer and forms a bur-like fabric. Thanks to this structure it is possible to produce very light blankets, which keep very warm despite a small amount of filling material. In the nature, the bur structure prevents the feathers from being blown away by wind and weather: The down stick together and form a warming bundle that also fulfils its warming purpose in the eiderdowns.

Collecting downs: A hobby with profit?
In Germany the collection of down from the European eider is only permitted when the duck has left its nest. This is the only time when the “harvest” of the precious and warming feathers from the deserted nests is allowed. In Iceland, on the other hand, different manners prevail: Here the European eider is properly supported during breeding: With wooden houses and prepared breeding caves some collectors make it particularly comfortable for the ducks. Before the chicks hatch, the farmers exchange the feather dress of down found in the nests against warming straw. In Iceland the collection of the down is a lucrative source of income with which money can be earned very well: Prices usually fluctuate considerably during one year. Even hobby collectors, who do not live from this activity but have fun picking the feathers, will get their money’s worth while hunting for the down. Even if they have only collected a few grams, this may be enough to fill a very light but warming blanket. In order to enjoy the exclusive filling, the down are cleaned in a special wash cycle at over a hundred degrees. The cleaning process sometimes takes several days, as the valuable feathers are subsequently dried and hand-selected. Knots, straw, and other residues must be removed from the feathers otherwise it will become uncomfortable at night.

If you are embedded with a blanket of hand-picked down of the European eider, the effect of the special filling will quickly be felt: light and airy, but warming at the same time. Not for no reason do the down of the European eider belong to the noblest and most expensive feathers in the world.

Foto: ©sid221 – Fotolia.com
Text: GW

Ups and Downs

Penthouse vs. Bruchbude. Was besitzt mehr Ästhetik?
Was sehen Sie? Ein Penthouse, im 12. Stock eines Hochhauses? Eine Wohnung, bei der man sagen würde: „Wenn diese mein Eigen wäre, dann hätte ich es geschafft.“? Lange galt die Dachwohnung als ein Domizil für Menschen, die in der sozialen Hierarchie weit unten standen. Auch im antiken Rom galt das Wohnen in den oberen Etagen als hinderlich. Schließlich mussten das Wasser und alle Nahrungsmittel bis ganz in den obersten Stock geschafft werden. Und auch in späteren Zeiten waren die Dachkammern und Mansardenzimmer den Bediensteten vorbehalten, während die feinen Herrschaften in der Belétage im 1. Stock lebten und es sich dort gut gehen ließen.

Heute steht das Wohnen in der obersten Etage für das Ankommen bei den oberen Zehntausend. Diejenigen, die es sich leisten können, streben nicht mehr nach dem Einfamilienhaus wie es so typisch für die 1970er und 1980er Jahre war. Auch Villen sind für viele heute nur noch von geringem Interesse. Heute sind es die oberen Etagen luxuriöser Dachwohnungen oder das exklusive Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses, das diese abgelöst hat.

Finanzkrise sorgte für Preisanstieg

Auch die Finanzkrise sowie steigende Mietpreise haben in vielen Großstädten zu dieser Entwicklung beigetragen: Wer das nötige Kleingeld hat, hat kräftig investiert und den Bauboom in diesem Segment weiter angeheizt. Damit verbunden war gleichzeitig eine weitere Preissteigerung: Die ohnehin schon teuren Wohnungspreise der Extraklassen haben aufgrund der steigenden Nachfrage in den letzten Jahren noch einmal kräftig zugelegt. In Frankfurt soll ein Käufer kürzlich einen Quadratmeterpreis von knapp 14.000 Euro gezahlt haben. Dass solche Spitzenpreise Aufsehen erregen, ist vorprogrammiert. In München kursieren Quadratmeterpreise für Penthäuser bei 23.000 Euro – dagegen ist Frankfurt ein Schnäppchen.

Die symbolische Nähe zum Himmel hat ihren Reiz. Dies gilt inzwischen nicht mehr nur für Manager und Vorgesetzte, auch wenn bis dato kein anderer Platz innerhalb eines Wohnhauses den Aufstieg besser verkörperte als der oben liegende Wohnbereich. Auch ältere Betuchte oder Personen, die vor dem Hintergrund der Finanzkrise in einem Penthouse ein sicheres Investment sehen, tragen zu steigen Immobilienpreisen bei. Dabei gibt es durchaus andere Gründe, um in die Höhe zu streben: Ein Penthouse ist in seiner Bauweise oft sehr individuell. In vielen Großstädten wurden diese nachträglich aufs Dach von bestehenden Mehrfamilienhäusern oder Bürokomplexen gesetzt, so geschehen z. B. in Berlin, wo ein 90-Quadratmeter Standard Gewächshaus auf dem Dach eines Gewerbekomplexes thront. Der wahre Penthouses-Besitzer strebt jedoch nach etwas Spezifischem: Einer ausgefallenen Bauweise, einem besonderen Standort, einer exklusiven Dachterrasse oder einem umwerfenden Blick über die anderen Gebäude der Stadt. Eine luxuriöse Inneneinrichtung tut ihr übriges. Aber wie ästhetisch sich das Ganze auch darstellt: Aufgrund der Nähe zum Himmel besitzt jedes Penthouse, ob nun groß oder klein, eine ganz besondere Ästhetik.

Hochhaus fällt Foto: Geiger Unternehmensgruppe

Hochhaus fällt
Foto: Geiger Unternehmensgruppe

Aber auch andere Gebäude besitzen ästhetischen Reiz: Einstürzende Bürokomplexe, sowie kürzlich in Frankfurt geschehen, üben auf Besucher und Zuschauer ungeahnte Anziehung aus. Wie ist es sonst anders zu erklären, dass der Sprengung des Frankfurter Uni-Turmes mehr als 40.000 Menschen beiwohnten? Auch das Hamburger Millerntorhochhaus, das bereits 1995 zu Schutt und Asche wurde, zog die Gäste magisch an: Damals besuchten 80.000 Schaulustige das Spektakel des Einsturzes. Was ist dabei, wenn ein altes Gebäude, dessen Sanierung nicht mehr lohnt, abgerissen wird? Warum zieht so ein Ereignis wahre Menschenmassen an? Oft ist es die Erinnerung, die viele mit einer Immobilie verbinden. Handelt es sich um ein besonders großes oder auffälliges Gebäude, das für ein Stadtbild prägend ist, haben die Bewohner oft eine lokale Verbindung. Das Beiwohnen bei der Sprengung ist dann wie ein Abschied von einem Teil der altbekannten Stadt. Neben einem ausgeprägten Lokalpatriotismus ist aber auch die ästhetische Wirkung eines einstürzenden Hauses oder mehrstöckigen Gebäudekomplexes nicht zu unterschätzen: Der aufwirbelnde Staub, der Geruch alten Betons, die sich neigende Fassade, die Sekunden des Einsturzes sind insofern etwas besonderes, da sich dieser Moment und das damit hervorgerufene Bild nie wieder so ergeben werden. Nie wieder wird dieses Gebäude zu sehen sein, weder als zementierte Festung noch als zusammenfallende Sequenz.

Fotos: Fotolia.com – marog-pixcells; Geiger Unternehmensgruppe
Autorin: Gabriele Wende